Durch den staatlich beschlossenen Bauturbo und die wiederbelebte Neubauförderung EH55 ist die Investition in den Mietwohnungsbau aktuell so attraktiv wie schon lange nicht mehr. Doch wer clever plant, holt am Ende noch mehr Rendite heraus. Eine wichtige, aber oft übersehene Stellschraube ist die Grundrissoptimierung, die sich bei frei geplanten Massivhäusern besonders gut umsetzen lässt. Warum der Grundriss ein Renditetreiber ist und wie Sie als Investor durch eine durchdachte Grundrissplanung profitieren, erfahren Sie in diesem Artikel.
Warum der Grundriss ein Renditetreiber ist
Wer kennt nicht alte Wohnungen, in denen dunkle Ecken, überdimensionierte Flure und ungünstigen Raumzuschnitte geradezu „Platzverschwendung“ schreien. Ein klug geplanter Grundriss sorgt hingegen dafür, dass die gesamte Fläche perfekt ausgenutzt wird. Das hat viele Vorteile:
- Ein durchdachter Grundriss steigert die Wohnqualität und macht die Wohnungen leichter vermietbar.
- Gleichzeitig sinken die Baukosten pro nutzbarem Quadratmeter, weil keine unnötigen Verkehrsflächen entstehen.
- Gut geplante Flächen werden vollständig genutzt, wodurch keine überflüssigen Bereiche entstehen, die unnötig geheizt werden und die Betriebskosten hochtreiben.
- Auf lange Sicht erhöht ein durchdachtes Raumkonzept den Objektwert, weil flexible und gut geschnittene Wohnungen auch in Jahren noch gefragt sein werden.
Welche Ziele Investoren bei der Grundrissplanung verfolgen sollten
Entscheidend ist, dass jeder Quadratmeter voll ausgenutzt wird. Die Räume sollten klar strukturiert sein, private Bereiche geschützt bleiben und gemeinschaftliche Zonen sinnvoll integriert werden.
Gleichzeitig sind Grundrisse sinnvoll, die auch in Zukunft bestehen. Lebensmodelle ändern sich, Haushaltsgrößen schwanken und Ansprüche steigen. Wer heute flexibel plant, muss später nicht teuer umbauen.
Erfolgsfaktoren einer renditestarken Grundrissplanung
Damit ein Neubau langfristig eine hohe Rendite bringt, sollte der Grundriss nicht nur attraktiv aussehen, sondern auch strategisch durchdacht sein.
- Ein ausgewogenes Verhältnis von Wohnfläche zu Nutzfläche sorgt dafür, dass kaum Quadratmeter verloren gehen und der Großteil der Fläche tatsächlich vermietbaren Wohnwert bietet.
- Eine intelligente Raumfolgen und kurze Wege erleichtern den Alltag der künftigen Mieter und machen die Wohnung praktisch, was die Vermietbarkeit deutlich steigert.
- Sinnvolle Zimmergrößen stellen sicher, dass alle Räume gut mit Möbeln ausgestattet werden können und verschiedene Lebenssituationen abdecken, ohne unnötig groß oder zu eng zu wirken.
- Durchdachte Stauraumlösungen schaffen Platz, ohne zusätzliche Quadratmeter zu verbrauchen, und machen die Wohnung ordentlicher, praktischer und attraktiver.
- Ausreichend Tageslicht und eine gute Belichtung steigern das Wohngefühl und damit den Wohnwert, weil helle Wohnungen fast immer schneller vermietet werden.
- Eine flexible Umnutzbarkeit einzelner Räume sorgt dafür, dass die Wohnung auch bei veränderten Lebenssituationen attraktiv bleibt und sich langfristig an unterschiedliche Mietergruppen anpassen kann.
Welche Wohnungsgrößen die sich besonders gut vermieten lassen
Eine wichtige Entscheidung beim Mietwohnungsneubau ist die Größe der Wohneinheiten. Sie bestimmt, welche Zielgruppen erreicht werden und wie gut sich das Objekt später vermieten lässt – und damit hat sie direkten Einfluss auf die Rendite:
- In Berlin sind vor allem 1,5–2-Zimmer Wohnungen zwischen 45 und 55 Quadratmetern Sie eignen sich sowohl für Alleinstehende als auch Paare. Diese Zielgruppe sorgt für eine stabile Nachfrage und kurze Leerstandzeiten, was dem Investor eine hohe Planungssicherheit bietet.
- Auch stark nachgefragt sind 1-Zimmer Mikroapartments zwischen 25 und 35 Quadratmetern, die durch eine günstige Einstiegsmiete für Studierende, Auszubildende und junge Berufseinsteiger attraktiv sind. Mikroapartments erzielen oft eine hohe Quadratmetermiete, weil die Gesamtmiete niedrig bleibt, was die Rendite für den Investor verbessert.
- Bei 3-Zimmer Wohnungen liegt die höchste Nachfrage zwischen 60 und 70 Quadratmetern, sie werden vielfach von Paaren mit Homeoffice oder kleinen Familien mit einem Kind gesucht, die ihr Budget im Rahmen halten wollen. Diese Mieterstrukturen sind meist langfristig orientiert, was dem Investor stabile Mietverhältnisse und weniger Fluktuation bringt.
- Auch barrierefreie oder barrierearme Wohnungen sind ein wichtiges Segment. Besonders gefragt sind seniorengerechte 2- bis 3-Zimmer Wohnungen zwischen 50 und 75 Quadratmetern, die breit zugängliche Bäder, schwellenarme Übergänge und gut erreichbare Alltagsbereiche bieten. Mit Blick auf den demografischen Wandel sichern solche Grundrisse langfristig eine stabile Nachfrage.
- Auf dem Mietmarkt selten zu finden und deshalb gut zu vermieten, sind auch Familienwohnungen mit 4 Zimmern, wobei in Berlin oft eine kompaktere Gestaltung mit 80 bis 95 Quadratmetern ausreicht, um finanziell bezahlbar zu bleiben. Familien sind treue Mieter, ziehen selten um und garantieren dem Investor dadurch langfristige Erträge bei gleichzeitig niedrigen Wiedervermietungskosten.
Wohnungsgrößen und ihre Renditewirkung im Vergleich
| Wohnungsgröße | Typische Fläche (Berlin) | Zielgruppe | Vorteile für den Vermieter | Renditewirkung für Investoren |
| 1-Zimmer Mikro-apartments | 25–35 m² | Studierende, Azubis, junge Berufseinsteiger | Sehr hohe Nachfrage, schneller Mieterwechsel, aber kaum Leerstand | Hohe Quadratmeter-mieten, starke Auslastung |
| 1,5-/2-Zimmer Wohnungen | 45–55 m² | Singles, Paare | Stabiler Markt, breites Publikum | Kurze Leerstandzeiten, planbare Erträge |
| 3-Zimmer-Wohnungen | 60–70 m² | Paare mit Homeoffice, kleine Familien | Längere Mietdauer, solide Nachfrage | Weniger Fluktuation, geringere Wiedervermietungs-kosten |
| 2–3-Zimmer Senioren-wohnungen (barrierearm) | 50–75 m² | Senioren, Menschen mit eingeschränkter Mobilität | Sehr stetige Nachfrage durch demografischen Wandel | Langfristige Mietverhältnisse, hohe Stabilität |
| 4-Zimmer Familien-wohnungen | 80–95 m² | Familien mit ein oder zwei Kindern | Selten am Markt, daher sehr gut vermietbar | Sehr lange Mietdauer, niedrige Leerstandrisiken |
Wie frei geplante Massivhäuser zusätzliche Renditechancen schaffen
Frei geplante Massivhäuser bieten Investoren genau den Spielraum, der für eine bessere Rendite gebraucht wird und den Standardgrundrisse nicht bieten. Statt sich an starre Vorgaben zu halten, kann der Grundriss exakt auf das Grundstück, die gewünschte Zielgruppe und die anvisierte Investitionsstrategie zugeschnitten werden. Gleichzeitig punkten Massivhäuser mit einer langen Nutzungsdauer und einer Robustheit, welche die Instandhaltungskosten langfristig im Rahmen hält. Hinzu kommt, dass die massive Bauweise auch bei der Energieeffizienz punktet, die immer mehr in den Fokus potenzieller Mieter rückt. Für Investoren bedeutet das: mehr Flexibilität, geringere Folgekosten und bessere Chancen auf eine dauerhaft starke Rendite.
Fazit
Eine kluge Grundrissplanung ist einer der stärksten Hebel, um die Rendite Ihres Neubauprojekts zu steigern. Wenn Sie in Ihrem Neubau die Flächen effizient nutzen, Zielgruppen exakt bedienen und auf zukunftsfähige Wohnkonzepte setzen, schaffen Sie sich eine gute Basis für eine ertragreiche Vermietbarkeit. Gerade im Mietwohnungsbau kann ein frei geplantes Massivhaus seine Stärken voll ausspielen, weil die Planung ohne starre Vorgaben erfolgt und exakt auf Standort, Budget und Zielgruppe abgestimmt werden kann. Das Ergebnis sind durchdachte Grundrisse, niedrige Folgekosten und ein Objekt, das auch in Zukunft seinen Wert langfristig stabil hält oder sogar noch steigert.
FAQ zu mehr Rendite durch kluge Grundrissplanung
Wie beeinflusst der Grundriss die Rendite eines Neubauprojekts?
Ein effizient geplanter Grundriss erhöht die Vermietbarkeit, reduziert Leerstand und verbessert damit direkt die Rendite.
Welche Wohnungsgrößen lassen sich in Berlin besonders gut vermieten?
Am besten vermieten sich in Berlin 1-Zimmer Mikroapartments, 1,5–2-Zimmer Wohnungen zwischen 45 und 55 Quadratmetern sowie kompakte 3-Zimmer Grundrisse zwischen 60 und 70 Quadratmetern.
Warum lohnt sich Grundrissoptimierung für Investoren?
Optimierte Grundrisse senken Bau- und Betriebskosten und schaffen Flächen, die dauerhaft am Markt funktionieren.
Wie wirkt sich Barrierefreiheit auf die Vermietbarkeit aus?
Barrierearme Wohnungen sind durch den demografischen Wandel langfristig gefragt und sorgen für stabile, langjährige Mietverhältnisse.
Welche Vorteile bieten frei geplante Massivhäuser für Vermieter?
Sie ermöglichen eine exakte Anpassung an Zielgruppen und Standort und schaffen dadurch Wohnungen mit besonders hoher Nachfrage.






