Leerrohre, eine zentrale Technikecke und mindestens zwei LAN-Dosen pro Raum — das sind die drei Dinge, die Sie noch in der Entwurfsphase festlegen müssen. Alles andere lässt sich später anpassen. Diese drei Punkte nicht. Wer sie vergisst, zahlt beim Nachrüsten das Drei- bis Fünffache, weil Wände aufgestemmt und Kabel nachgezogen werden müssen.
Fünf Fakten, die Sie sofort kennen sollten:
- Kostenrahmen Vorbereitung: 2.000–4.000 € für Leerrohre, LAN-Dosen und Technikraum-Grundausstattung im Neubau.
- Kabelstandard: Cat6a oder Cat7 für alle LAN-Strecken; 25-mm-Leerrohre mit Einziehdraht als Reserve.
- Planungsgrundlage: RAL-RG 678 definiert Ausstattungswerte 1–3 (plus Plus-Stufen); Ausstattungswert 2 gilt als sinnvoller Standard für Einfamilienhäuser mit normaler Wohnfläche.
- Systemwahl: Keine Universallösung — kabelgebundene Basis für Heizung, Licht und Beschattung; Funk für flexible Komfortfunktionen.
- Sofortiger To-do: Noch vor der Baugenehmigung einen Termin mit Architekt und Elektrofachbetrieb vereinbaren, um Leitungsführung und Technikraumposition verbindlich in den Grundriss einzutragen.
Wer Smart-Home-Infrastruktur im Neubau von Anfang an einplant, zahlt 2.000–4.000 € für Vorbereitung statt des Drei- bis Fünffachen beim Nachrüsten.
| Thema | Details |
|---|---|
| Infrastruktur zuerst | Leerrohre (25 mm), Cat6a-Verkabelung und Technikraum in der Entwurfsphase festlegen. |
| Systemwahl nach Use Case | Kabelgebundene Basis (KNX/Loxone) für Heizung und Beschattung, Funk für Komfort. |
| Kostenrahmen kennen | Vorbereitung 2.000–4.000 €; Loxone/Mittelklasse 5.000–15.000 €; KNX ab 15.000 €. |
| Dokumentation als Pflicht | As-built-Plan, Patchpanel-Beschriftung und Prüfprotokoll bei Abnahme verlangen. |
| Aurea-Massivhaus | Plant Smart Home als integralen Bestandteil des Massivhausbaus in Berlin-Brandenburg. |

Warum müssen Sie Smart-Home-Planung so früh starten?
Wer in der Entwurfsphase entscheidet, zahlt für Leerrohre ein paar hundert Euro. Wer nach dem Verputzen entscheidet, zahlt für Stemmarbeiten, Malerarbeiten und Neuinstallation ein Vielfaches davon. Das ist keine Theorie, das ist Baustellenrealität.
Konkret gehören vier Rollen an den Tisch, bevor der erste Grundriss freigegeben wird:
- Architekt: Legt Leitungsführung, Schachtpositionen und Technikraumgröße im Grundriss fest. Ohne seine Freigabe läuft nichts.
- Elektrofachbetrieb: Übersetzt die Anforderungen in Verdrahtungspläne, Dosenpositionen und Schaltschrankdimensionierung.
- Smart-Home-Planer: Definiert Szenarien (Beschattung, Heizungsregelung, Zugangskontrolle) und leitet daraus Kabelwege und Aktorpositionen ab. Diesen Schritt überspringen viele — und bereuen es.
- Bauherr: Liefert die Use Cases. Nicht „ich will Smart Home“, sondern konkret: Welche Räume sollen automatisiert werden? Kameras? Türsprechanlage? Rollläden?
Hausbauplanung richtig angehen bedeutet, diese Abstimmung nicht dem Zufall zu überlassen. Aurea-Massivhaus koordiniert diese Runden als Integrator und stellt sicher, dass Technikraum, Leitungsführung und Systemwahl aufeinander abgestimmt sind, bevor der Rohbau beginnt.
Wann welcher Termin: Entwurfsphase für Grundsatzentscheidungen (Systemwahl, Technikraum), Rohbauabstimmung für Leerrohrpositionen und Dosenpläne, Elektroinstallationsphase für Feinplanung und Kabelzug.
Phasen-Checkliste: Was in jeder Bauphase konkret zu tun ist
Planungsphase
- Ausstattungswert nach RAL-RG 678 festlegen — Empfehlung: Wert 2 als Mindeststandard, 2plus für Smart-Home-Vorbereitung.
- Technikraumposition im Grundriss markieren (Keller oder Hauswirtschaftsraum bevorzugt, mindestens 1,5 m² Nutzfläche).
- Leerrohr-Konzept mit Architekt abstimmen: Welche Wände werden durchbrochen? Wo laufen Schächte?
- Systemwahl grob festlegen: Bus-System (KNX, Loxone) oder Funk-Basis (Homematic IP, Zigbee)?
Rohbau
- Leerrohre (25 mm, mit Einziehdraht) in alle Wände und Decken einziehen, bevor betoniert oder gemauert wird.
- Dosenpositionen für Schalter, Sensoren und Kameras festlegen und markieren.
- Zentralverteiler-Position vorbereiten: ausreichend Platz für Schaltschrank, USV-Reserve und Patchpanel einplanen.
- Leerrohre für Außenbereiche (Klingel, Kamera, Außenbeleuchtung) nicht vergessen — auch Sensorpositionen an Außenbereichen frühzeitig festlegen.
Elektroinstallation
- LAN-Sternverkabelung ab Patchpanel: Cat6a oder Cat7 zu jedem Raum.
- Mindestens 2 LAN-Dosen pro Raum, Wohnzimmer 4, Arbeitszimmer 3.
- Bus-Leitungen für Beschattung, Heizungsregelung und Zugangskontrolle parallel ziehen.
- Separate Stromkreise für Technikraum, Netzwerk und USV vorsehen.
Innenausbau
- Unterputz-Module und Aktoren einbauen, Schalterrahmen montieren.
- Inbetriebnahmeplanung mit Smart-Home-Planer abstimmen.
- Vollständige Dokumentation erstellen: Kabelplan, Patchpanel-Beschriftung, Schaltschrankfoto.
| Phase | Kernaufgabe | Abnahmepunkt |
|---|---|---|
| Planung | Ausstattungswert, Technikraum, Systemwahl | Freigabe Grundriss mit Technikraum |
| Rohbau | Leerrohre, Dosenpositionen, Schacht | Sichtprüfung vor Verputz |
| Elektroinstallation | LAN-Stern, Bus-Leitungen, Stromkreise | Durchgangstest aller Kabel |
| Innenausbau | Module, Aktoren, Inbetriebnahme | Funktionstest, Übergabedokumentation |
Profi-Tipp: Lassen Sie Leerrohre immer mit Einziehdraht versehen. Material kostet im Neubau wenig; nachträgliches Stemmen ist fünf- bis zehnmal teurer.
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Technikraum, Verkabelung und Netzwerk: Was Sie konkret brauchen
Der Technikraum ist das Herzstück jeder Smart-Home-Installation. Zu klein geplant, zu schlecht belüftet oder ohne eigene Stromkreise — und Sie ärgern sich jahrelang. Mindestens 1,5 m² Nutzfläche, eine eigene 230-V/16-A-Absicherung und eine Lüftungsöffnung sind keine Luxus, sondern Grundvoraussetzung.
Kabelempfehlungen:
- Cat6a oder Cat7 für alle LAN-Strecken (zukunftssicher bis 10 Gbit/s).
- Buskabel (z. B. YCYM 2x2x0,8) bei KNX- oder Loxone-Installation.
- NYM-J 3x1,5 oder 3x2,5 für Stromkreise; separate Leitungen für Aktoren.
- 25-mm-Leerrohre als Standardreserve in allen Wänden.
Profi-Tipp: Verlegen Sie in jedem Leerrohr direkt einen zweiten Einziehdraht als Reserve. Kostet beim Rohbau nichts, spart später Stunden.
Netzwerk-Hardware:
- Verwalteter Switch mit PoE-Ports (wenn Kameras oder Access Points geplant sind).
- Patchpanel im Schaltschrank, sternförmig verkabelt.
- USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) für Router, Switch und Smart-Home-Zentrale — mindestens 20 Minuten Überbrückungszeit.
- Access Points sollten je nach Wohnfläche verteilt werden, um eine gute WLAN-Abdeckung sicherzustellen.
| Komponente | Mindestanforderung | Empfehlung |
|---|---|---|
| LAN-Kabel | Cat6 | Cat6a oder Cat7 |
| Leerrohre | 20 mm | 25 mm mit Einziehdraht |
| Switch | Unmanaged | Managed mit PoE |
| USV | Vorhanden | 20 min. Überbrückung |
| Access Points | 1 pro Etage | 1 pro 80 m² |
Dokumentation ist kein optionaler Schritt. Jedes Kabel bekommt eine Beschriftung, jeder Port im Patchpanel eine Bezeichnung, und nach Abschluss der Installation gibt es einen „As-built“-Kabelplan. Wer das weglässt, sucht fünf Jahre später im Schaltschrank nach dem richtigen Kabel.
Welches System passt zu Ihrem Neubau: KNX, Loxone, Homematic IP, Zigbee, Z-Wave, Matter oder Home Assistant?
Keine dieser Optionen ist universell richtig. Die Entscheidung hängt von drei Fragen ab: Wie groß ist die Wohnfläche? Wie hoch ist das Budget? Und wollen Sie das System selbst konfigurieren oder lieber einen Fachbetrieb beauftragen?
KNX im Neubau bietet maximale Herstellerunabhängigkeit und hohe Langzeitstabilität. Es läuft vollständig lokal, ohne Cloud-Abhängigkeit, und ist seit Jahrzehnten der Standard in Gewerbebauten. Der Preis pro installiertem KNX-Punkt liegt typischerweise bei 80–150 €, was bei einem vollintegrierten Einfamilienhaus schnell 15.000 € und mehr ergibt. Für Bauherren, die ein komplexes, langlebiges System mit Profi-Betreuung wollen, ist das gut investiertes Geld.
Loxone positioniert sich zwischen KNX und Funk: ein proprietäres Bus-System mit zentraler Miniserver-Logik, das ebenfalls lokal läuft und sich gut für Neubauten eignet. Die Kosten liegen im Bereich von 5.000–15.000 € für eine typische Mittelklasse-Installation.
Homematic IP (von eQ-3) ist die meistgenutzte Funklösung in Deutschland. Günstig im Einstieg, gut erweiterbar, lokal steuerbar ohne Cloud-Zwang. Grundausstattung ab rund 2.000–3.000 €. Zigbee und Z-Wave funktionieren ähnlich, sind aber offener und lassen sich gut mit Home Assistant kombinieren.
Home Assistant als Integrationshub erlaubt lokale Steuerung ohne Cloud-Abhängigkeit und eignet sich besonders für Bauherren, die ihr System später selbst erweitern wollen. Matter als neuer Interoperabilitätsstandard verspricht, dass Geräte verschiedener Hersteller künftig reibungsloser zusammenarbeiten — praktisch für heterogene Setups.
Empfehlung für den Neubau: Eine Hybridstrategie. Eine kabelgebundene Basis (KNX oder Loxone) für sicherheitsrelevante Gewerke wie Heizung, Beschattung und Zugangskontrolle, Funk (Homematic IP, Zigbee) für flexible Komfortkomponenten wie Steckdosen, Sensoren und Beleuchtungserweiterungen. Das vermeidet überdimensionierte Busnetze und verteilt das Budget effizienter.
- KNX: Profi-Lösung, herstellerunabhängig, teuer, Fachbetrieb zwingend.
- Loxone: Proprietär, lokal, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelfeld.
- Homematic IP (eQ-3): Funk, lokal steuerbar, günstiger Einstieg, gut erweiterbar.
- Zigbee / Z-Wave: Offen, günstig, ideal in Kombination mit Home Assistant.
- Matter: Zukunftsstandard für Interoperabilität, noch im Aufbau.
- Home Assistant: Lokaler Hub, keine Cloud-Pflicht, für technikaffine Bauherren.
Was kostet Smart Home im Neubau wirklich?
Die Vorbereitung ist günstig. Die Entscheidung, sie wegzulassen, ist teuer. Wer im Neubau Leerrohre, LAN-Dosen und einen Technikraum vorbereitet, zahlt dafür 2.000–4.000 €. Wer das Nachrüsten übernimmt, zahlt das Drei- bis Fünffache — weil Wände geöffnet, Kabel nachgezogen und Oberflächen wiederhergestellt werden müssen.
Orientierungswerte für die Systeminstallation:
- Infrastruktur-Vorbereitung (Phase A): 2.000–4.000 € für Leerrohre, LAN-Verkabelung, Technikraum-Grundausstattung.
- Funk-Basisautomation, z. B. Homematic IP (Phase B): 2.000–4.000 € für Grundausstattung.
- Mittelklasse-Bus-System, z. B. Loxone (Phase B/C): 5.000–15.000 € je nach Ausbaustufe.
- KNX vollintegriert (Phase C): ab ca. 15.000 € aufwärts; einzelne KNX-Punkte kosten installiert typischerweise 80–150 € pro Punkt.
Der sinnvolle Ansatz: Budget in drei Phasen aufteilen. Phase A (Infrastruktur) immer sofort und vollständig. Phase B (Basisautomation) erfolgt typischerweise zum Einzug, während Phase C (Komfortfunktionen wie Sprachsteuerung, Szenen, Energiemanagement) nach Bedarf nachgerüstet werden kann – vorausgesetzt, die notwendige Infrastruktur wurde vorbereitet.
Wer Smart Home im Neubau richtig bewertet, erkennt: Die Infrastruktur ist keine Ausgabe, sondern eine Versicherung gegen teure Nacharbeiten.
Typische Fehler, die Bauherren beim Smart-Home-Neubau machen
Manche Fehler sieht man erst, wenn der Estrich liegt. Dann ist es zu spät.
- Zu wenige LAN-Dosen: Zwei pro Raum sind Minimum. Wer spart, klebt später überall WLAN-Repeater.
- Technik im Wohnraum: Ein Router im Wohnzimmer ist keine Lösung. Technikraum im Keller oder Hauswirtschaftsraum, fertig.
- WLAN als alleinige Lösung: WLAN ist gut für Smartphones. Für Kameras, Aktoren und sicherheitsrelevante Gewerke brauchen Sie Kabel.
- Fehlende Reserveleitungen: Mindestens 20 % mehr Leerrohre einplanen als aktuell benötigt. Der Bedarf wächst immer.
- Zu kleiner Technikschacht: Ein Schaltschrank, der heute voll ist, ist in drei Jahren ein Problem.
Warnsignale beim Elektriker-Angebot:
Kein Angebot, das Smart-Home-Vorbereitung ernst nimmt, kommt ohne Patchpanel, ohne Reserveplätze im Schaltschrank und ohne Dokumentationspflicht aus. Wenn diese drei Punkte fehlen, fragen Sie nach — oder wechseln Sie den Anbieter.
Kontrollfragen für den Baustellentermin:
- Sind alle Leerrohre mit Einziehdraht versehen?
- Ist der Technikraum belüftet und mit eigenem Stromkreis abgesichert?
- Gibt es einen Kabelplan mit Beschriftung?
- Sind Reserveplätze im Schaltschrank eingeplant?
Briefing für den Elektriker: Konkrete Vorgaben und Musterformulierungen
Geben Sie Ihrem Elektriker keine vagen Wünsche. Geben Sie ihm eine Liste.
Pflichtangaben im Briefing:
- Ausstattungswert nach RAL-RG 678: Wert 2 als Mindeststandard, 2plus für Smart-Home-Vorbereitung.
- LAN-Verkabelung: Cat6a sternförmig ab Patchpanel zu allen Räumen.
- Leerrohre: 25 mm mit Einziehdraht, in alle Wände und Decken.
- Technikraum: Mindestmaß 60 × 40 cm Schaltschrankfläche, eigener Stromkreis, Belüftung.
- USV-Reserve: Platz und Stromkreis für USV im Technikraum vorsehen.
Raumbezogene LAN-Empfehlungen:
| Raum | LAN-Dosen (Minimum) | Hinweis |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 4 | TV, Receiver, Spielkonsole, AP |
| Arbeitszimmer | 3 | PC, Drucker, Reserve |
| Schlafzimmer | 2 | Reserve, AP-Option |
| Küche | 3 | Kühlschrank, Spülmaschine, Reserve |
| Hauswirtschaftsraum | Technikfläche 60×40 cm | Patchpanel, Switch, USV |
| Kinderzimmer | 2 | Reserve für späteren Bedarf |
| Flur/Eingang | 2 | Türsprechanlage, Kamera |
Musterformulierung für die Leistungsbeschreibung:
„Alle LAN-Leitungen werden als Cat6a-Sternverkabelung ab zentralem Patchpanel verlegt. Jede Leitung wird nach Verlegung auf Durchgang geprüft und beschriftet. Der Auftragnehmer liefert bei Abnahme einen vollständigen Kabelplan (As-built) sowie ein Prüfprotokoll für alle Leitungen.“
Zeitplan und Abnahme: Wann welche Tests stattfinden müssen
- Entwurfsphase: Systemwahl, Technikraumposition und Ausstattungswert festlegen. Briefing an Architekt und Elektriker übergeben.
- Vor Rohbauabstimmung: Leerrohrkonzept freigeben, Dosenpositionen im Grundriss markieren.
- Rohbau (vor Verputz): Sichtprüfung aller Leerrohre — sind Einziehdräte vorhanden? Sind alle Dosen gesetzt?
- Elektroinstallation: Kabelzug und Durchgangstest aller LAN-Leitungen. Bus-Leitungen auf Kontinuität prüfen.
- Vor Endabnahme: WLAN-Site-Survey (Abdeckung messen), Switch- und PoE-Check, USV-Test, Backup der Smart-Home-Steuerung.
- Endabnahme: Funktionstest aller Szenarien, Übergabe Kabelplan und Patchpanel-Beschriftung, Einweisung Bauherr.
Checkliste für die Inbetriebnahme:
- Durchgangstest aller Kabel (Kabelprüfgerät).
- WLAN-Abdeckung mit Site-Survey-Tool messen (z. B. Ekahau Sidekick oder vergleichbare App).
- Alle PoE-Ports auf Funktion prüfen.
- USV: Lasttest und Überbrückungszeit dokumentieren.
- Smart-Home-Zentrale: Backup erstellen, Zugangsdaten übergeben.
- Dokumentation: As-built-Plan, Schaltschrankfoto, Prüfprotokoll.
Wie Aurea-Massivhaus Smart Home in Massivhäusern plant
Bei Aurea-Massivhaus setzen wir konsequent auf die Hybridstrategie: kabelgebundene Basis für Heizung, Licht und Beschattung, Funk für flexible Komfortkomponenten. Der Technikraum liegt bei uns standardmäßig im Keller oder Hauswirtschaftsraum — mit ausreichend Platz für Schaltschrank, Patchpanel und USV.
Ein typisches Aurea-Einfamilienhaus mit normaler Wohnfläche plant ausreichend LAN-Dosen und Access-Point-Positionen sowie einen Technikschrank mit Reservekapazität, um flexibel zu bleiben. Komponenten sind so gewählt, dass sie im Laufe des Gebäudelebenszyklus ausgetauscht werden können, ohne die gesamte Installation zu erneuern.
Wir liefern bei jeder Übergabe einen vollständigen As-built-Plan, eine beschriftete Patchpanel-Übersicht und ein 1:1-Übergabeprotokoll. Der Bauherr soll sein Haus verstehen — nicht raten müssen, welches Kabel wohin führt.
Die Energieplanung beim Hausbau ist dabei eng mit der Smart-Home-Planung verknüpft: Wärmepumpe, Photovoltaik und Lüftungsanlage lassen sich über dieselbe Steuerungsplattform integrieren, wenn die Infrastruktur von Anfang an darauf ausgelegt ist.
Unsere Referenzprojekte zeigen, wie das in der Praxis aussieht — von der Stadtville bis zum Bungalow.
Worauf ich bei Neubauten tatsächlich achte
Meine Priorität ist robuste Infrastruktur. Alles andere ist nice-to-have. Ein Haus mit perfekten Leerrohren und einem gut dimensionierten Technikraum kann jedes System aufnehmen, das in zehn Jahren Standard ist. Ein Haus ohne diese Grundlage ist auf den Stand von heute eingefroren.
Drei Regeln, die ich jedem Bauherren empfehle: Erstens, immer mehr Leerrohre einplanen als aktuell benötigt — der Bedarf wächst garantiert. Zweitens, Dokumentation als Vertragsbestandteil festschreiben, nicht als freundliche Bitte. Drittens, lokale Steuerbarkeit als Kriterium bei der Systemwahl setzen — ein System, das ohne Internetverbindung nicht funktioniert, ist kein Smart Home, sondern ein Risiko.
Beim Verhandeln mit Bauträgern oder Elektrikern: Fragen Sie konkret nach dem Patchpanel, nach Reserveplätzen im Schaltschrank und nach dem As-built-Plan. Wer auf diese Fragen keine klare Antwort hat, hat das Thema nicht durchdacht.
Aurea-Massivhaus plant Ihr Smart Home von Anfang an mit
Wer ein Massivhaus in Berlin oder Brandenburg baut, bekommt bei Aurea-Massivhaus die Smart-Home-Planung nicht als Anhang, sondern als integralen Bestandteil des Bauprozesses. Technikraum-Layout, Elektrobriefing, Leerrohrkonzept und TÜV-prüfbare Übergabe — das gehört bei uns zum Standard.

Konkret übernehmen wir: Beratung zur Systemwahl (KNX, Loxone, Funk), schlüsselfertige Ausführung mit vollständiger Dokumentation, Energieberatung (Wärmepumpe, Photovoltaik, Lüftung) und die Koordination aller Gewerke. Kein Bauherr muss selbst zwischen Architekt, Elektriker und Smart-Home-Planer vermitteln.
Schauen Sie sich unsere Massivhaus-Projekte an und vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch — damit Ihr Haus von Anfang an so geplant ist, dass Sie in zwanzig Jahren noch zufrieden damit sind.
Nützliche Normen, Leitfäden und weiterführende Lektüre
Für die konkrete Umsetzung empfehlen sich folgende Quellen:
- RAL-RG 678 (Wikipedia): Übersicht der Ausstattungswerte 1–3 und Plus-Stufen als Planungsgrundlage.
- DIN 18015-2: Norm für elektrische Anlagen in Wohngebäuden — Mindestanforderungen an Leitungsführung und Ausstattung (beim Beuth Verlag erhältlich).
- Elektro-Plus: Ausstattungswerte nach RAL-RG 678: Praxisnahe Raum- und Dosenvorgaben mit Online-Raumplaner.
- Technikkram: Smart Home Neubau Checkliste: Detaillierte Checkliste für alle Bauphasen.
- Das Elektrowerk: KNX oder Funk: Grundsatzentscheidung mit Vor- und Nachteilen beider Ansätze.
- Technikkram: Systemvergleich Neubau: Vergleich und Entscheidungshilfe für KNX, Loxone, Homematic IP und weitere Systeme.
- Aurea-Massivhaus: Smart Home Glossar: Grundbegriffe und Leistungsübersicht für den Neubau.
Quellen
- Smart Home Neubau Checkliste: Nichts vergessen beim Hausbau — Technikkram
- Welches Smart Home System für Neubau: Vergleich und… — Technikkram
FAQ
Was kostet ein Smart Home im Neubau?
Die Infrastruktur-Vorbereitung (Leerrohre, LAN-Dosen, Technikraum) kostet typischerweise 2.000–4.000 €. Die Systeminstallation kommt je nach Wahl hinzu: Homematic IP ab ca. 2.000–3.000 €, Loxone oder vergleichbare Mittelklasse 5.000–15.000 €, KNX vollintegriert ab ca. 15.000 €.
Welches Smart-Home-System eignet sich am besten für den Neubau?
Es gibt keine Universallösung. Für sicherheitsrelevante Gewerke (Heizung, Beschattung, Zugangskontrolle) empfiehlt sich eine kabelgebundene Basis wie KNX oder Loxone; für flexible Komfortfunktionen ergänzt Funk (Homematic IP, Zigbee) sinnvoll. Die Hybridstrategie ist in der Praxis oft die wirtschaftlichste Wahl.
Ist KNX noch zeitgemäß?
Ja — KNX ist herstellerunabhängig, lokal steuerbar und langzeitstabil, was es besonders für größere oder komplexe Projekte attraktiv macht. Für kleinere Einfamilienhäuser mit begrenztem Budget sind moderne Funklösungen in vielen Fällen günstiger und ausreichend leistungsfähig.
Was sind die drei größten Risiken bei Smart-Home-Neubauprojekten?
Erstens zu wenige Leerrohre und LAN-Dosen, die späteres Nachrüsten teuer machen. Zweitens fehlende Dokumentation, die Wartung und Erweiterung erschwert. Drittens Cloud-abhängige Systeme ohne lokale Steuerbarkeit, die bei Internetausfall oder Serverabschaltung des Herstellers ausfallen.
Wann muss die Smart-Home-Planung spätestens beginnen?
Spätestens in der Entwurfsphase, bevor der Grundriss freigegeben wird. Leitungsführung, Technikraumposition und Systemwahl müssen festgelegt sein, bevor der Rohbau beginnt — sonst werden Leerrohre und Dosenpositionen nicht eingeplant und das Nachrüsten wird unverhältnismäßig teuer.








